The Biggest Fleet 2025

Fünf zentrale Erkenntnisse

3. Dezember 2025

Fünf zentrale Erkenntnisse
Dieser Artikel ist Teil der Ergebnisse von The Biggest Fleet 2025.

Was der erweiterte Datensatz dieses Jahres über Adoptionsmuster, Technologieentscheidungen und regionale Verschiebungen verrät.

1: Ein Ranking, das sich mehr als verdoppelt hat

Die Ausgabe 2024 listete 42 Flotten. 2025 umfasst der Datensatz bereits 97. Drei Kräfte erklären den Sprung. Erstens überschritten mehr Betreiber die Schwelle vom Pilotprojekt zur echten Flotte. Zweitens gewann das Ranking selbst an interner Legitimität, was Freigaben zur Teilnahme schneller und einfacher machte. Drittens baute das Biggest-Fleet-Team nach der starken Resonanz 2024 die Recherchekapazität aus und kombinierte offene Bewerbungen über biggestfleet.com mit direkter Flottenverifizierung durch FieldBots und unabhängiger Recherche. Das Ergebnis ist nicht nur eine längere Liste, sondern eine breitere, besser dokumentierte Momentaufnahme des Marktes.

2: Parallelwelten — Roboter vs. Microbots

Über die 97 gültigen Flotten hinweg ist das Muster deutlich: 59 sind reine Roboterflotten (≈61 %), 20 reine Microbot-Flotten (≈21 %) und nur 18 gemischt (≈18 %). Von den 18 gemischten Flotten werden 12 von Reinigungsdienstleistern betrieben. Das deutet darauf hin, dass der Reinigungssektor sich mehr als jeder andere an die vielfältigen Betriebsrealitäten und Anwendungsfälle seiner Kunden anpassen muss. Es stützt auch die letztjährige Hypothese, dass sich FM-Dienstleister zunehmend zu Robotik-Spezialisten entwickeln – ja, entwickeln müssen. Und obwohl es mehr gemischte Flotten gibt als im Vorjahr, ist die große Mehrheit der Flotten nach wie vor klar zwischen Microbots und größeren Robotern getrennt.

3: Mehr Flotten, aber weiterhin klein

Der Markt hat sich verbreitert, doch die meisten Flotten bleiben bescheiden. Anhand des Radar Score (Roboter × 5 + Microbots) liegen 50 von 97 Flotten (≈51,5 %) bei 50 oder darunter – das entspricht ≤10 Scheuersaugmaschinen oder ≤50 Microbots. Auch außerhalb der Top 10 bewegen sich viele Einzelhandels- und Servicflotten noch im zweistelligen Bereich. Die Wachstumsgeschichte 2025 ist breit statt tief: weit mehr Einsteiger, aber noch nicht viele Mega-Rollouts.

4: Osteuropa rückt vor

Die Dynamik innerhalb Europas neigt sich eher nach Osten als nach Süden. B+N (HU) tritt mit 176 selbst entwickelten Robotern (Radar Score 880) auf #8 in die globalen Top 10 ein. Albert (CZ) rangiert auf #27 mit 40 Tennant-Einheiten. MAXI (SR) erscheint auf #31 mit 30 Gausium-Maschinen. IKI (LT) und ELVI (LV) liegen auf #59 mit 6 Gausium-Robotern. Zusammengenommen signalisieren diese Fälle eine Offenheit für Automatisierung in Mittel- und Osteuropa; im Gegensatz dazu erreichte kein südeuropäischer Betreiber in diesem Datensatz eine vergleichbare Größenordnung.

5: Ein deutschsprachiger Microbot-Weg

Die DACH-Region zeigt unter Gebäudedienstleistern eine eigene Entwicklung: Microbots im großen Maßstab. Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG (#26) führt 142 Microbots (Cleanfix, iRobot). Vebego Deutschland (#29) betreibt 160 (Nexaro). Weiter unten in der Tabelle: Dr. Sasse Gruppe (#48) 50 (Nexaro), McDreams (#48) 50 (Nexaro), Piepenbrock (#48) 50 (Nexaro), ein Healthcare-Unternehmen (#51) 30 (Cleanfix), Stadtforum Dresden (#67) 25 (Nexaro). Das wirken nicht wie isolierte Pilotprojekte, sondern bereits wie etablierte Betriebsmodelle. Das größere Bild: Einige DACH-Gebäudedienstleister gehen einen microbot-zentrierten Weg, während die meisten großen internationalen Flotten noch auf Scheuersaugmaschinen setzen.

Dieser Artikel ist Teil der Ergebnisse von The Biggest Fleet 2025.