The Biggest Fleet 2024

Unsere zehn Thesen zur Zukunft der Reinigungsrobotik

3. Dezember 2024

Unsere zehn Thesen zur Zukunft der Reinigungsrobotik
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Die robotergestützte Reinigung hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt und zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Doch welche Entwicklungen sind in den kommenden Jahren zu erwarten? Angesichts der unterschiedlichen regionalen Märkte, technologischer Fortschritte und sich wandelnder Branchenanforderungen werden die kommenden Jahre von tiefgreifendem Wandel geprägt sein. Auf Basis unserer Beobachtungen und Marktanalysen wagen wir einen Blick in die Zukunft der Reinigungsrobotik und leiten daraus zehn Thesen ab.

1. Die Kluft zwischen Low-Cost- und High-Tech-Robotern wird weiter wachsen

Künftig werden Reinigungsroboter zunehmend in zwei Hauptkategorien unterteilt: kostengünstige Modelle für einfache Aufgaben und hochkomplexe Maschinen für anspruchsvollere Umgebungen. Das wird den Robotermarkt weiter ausdifferenzieren und spezialisierte Flottenbetreiber erfordern.

2. Regionale Anpassung wird das entscheidende Erfolgskriterium

Globale Akteure werden ihre Roboterlösungen zunehmend an regionale Bedürfnisse und Marktbedingungen anpassen müssen. Während in Nordamerika großformatige Maschinen dominieren, werden in Europa und Asien kleinere, flexiblere Roboter gefragt sein. Nur Hersteller, Händler und Flottenbetreiber, die diese regionalen Unterschiede verstehen, werden langfristig erfolgreicher sein.

3. Künstliche Intelligenz wird das Herzstück von Reinigungsrobotern sein

Wir wissen, dass dies keine besonders bahnbrechende These ist. Wir sind jedoch sicher, dass sich künstliche Intelligenz von einem aktuellen Marketingargument zu einem echten Verkaufsargument entwickeln wird. Sie wird nicht mehr nur bei autonomer Navigation und Kartierung eine Rolle spielen, sondern auch bei der kontinuierlichen Verbesserung von Reinigungseffizienz und -präzision.

4. „Drop-and-go"-Lösungen werden in bestimmten Märkten dominieren

Leicht umsetzbare und kosteneffiziente „Drop-and-go"-Lösungen, wie sie in der Hotellerie und in kleinen Einzelhandelsflächen eingesetzt werden, werden weiter an Beliebtheit gewinnen. Diese Lösungen sind in Regionen mit Arbeitskräftemangel oder hohen Arbeitskosten entscheidend.

5. Die Rentabilität wird zunehmend vom Flottenmanagement abhängen

Flotten effizient zu managen, wird eine der größten Herausforderungen für Betreiber sein. Die Integration von Konnektivität und fortschrittlichem Flottenmanagement wird entscheidend dafür sein, wie rentabel diese Technologien im großen Maßstab sein können.

6. Die Adoption von Reinigungsrobotern wird von der Verfügbarkeit von Arbeitskräften abhängen

In Märkten mit hoher Verfügbarkeit von Arbeitskräften (wie in einigen asiatischen Ländern) werden Roboter eher als Ergänzung denn als Ersatz gesehen. Im Gegensatz dazu könnten Roboter in Ländern mit Arbeitskräftemangel oder hohen Arbeitskosten (wie der UK und Deutschland) zunehmend als notwendig betrachtet werden.

7. Staatliche Förderung wird in bestimmten Märkten ein entscheidender Wachstumsfaktor sein

So werden etwa staatliche Förderprogramme wie in Singapur eine zentrale Rolle für das Wachstum der Reinigungsrobotik spielen. Besonders in Entwicklungsländern oder Schwellenmärkten wird dies die Einführung neuer Technologien beschleunigen und zu breiterer Akzeptanz führen.

8. Reinigungsroboter werden sich auch in Bereichen mit hohem Kundenkontakt durchsetzen

Alle Erfahrungen an stark frequentierten Orten weisen in eine Richtung: Reinigungsroboter stören die Öffentlichkeit nicht. Während Roboter an sich noch ein Highlight sind, werden sich die Menschen daran gewöhnen, sie täglich zu sehen.

9. Als Nächstes: Mähroboter und Sicherheitsroboter

Es gibt bereits weitere Nischen, etwa die Reinigung von PV-Anlagen, in denen sich Robotik durchsetzen wird. Besonders spannend ist jedoch die Frage, in welchen Bereichen Serviceroboter künftig breit eingesetzt werden. Wir sind überzeugt, dass Grünflächenpflege und Sicherheit ein enormes Automatisierungspotenzial bieten und dass Roboter in diesen Bereichen die Proof-of-Concept-Phase längst hinter sich gelassen haben. Übrigens wird es noch ein oder zwei Innovationszyklen dauern, bis Fenster und Treppen automatisch gereinigt werden.

10. Facility Manager werden das Feld der Reinigungsrobotik dominieren

Mit der nötigen Belegschaft, der Fähigkeit, Reinigungskonzepte aufzustellen, und dem Wissen um den richtigen Einsatz von Reinigungsflüssigkeiten werden FM-Unternehmen die Haupttreiber der Robotik sein.

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