3. Dezember 2024

Dieser Artikel ist Teil der Ergebnisse von The Biggest Fleet 2024. Hier geht's zu allen Ergebnissen
Die Aussagekraft des Biggest-Fleet-Rankings sollte weiterhin mit Vorsicht betrachtet werden, doch sie deutet zumindest Trends in der Marktdurchdringung an. Einige Ergebnisse hatten wir erwartet, andere überraschten uns jedoch.
Ein Segment, in dem Reinigungsrobotik besonders gut vertreten ist, ist die Infrastruktur, vor allem Flughäfen und Metrostationen. Roboter können große Hallen, Korridore und Wartebereiche abdecken, ohne den Betrieb zu unterbrechen. In einigen Fällen gelten Flughäfen auch als nationale oder regionale Aushängeschilder, sodass politischer Druck zu einer raschen Adoption der Reinigungsrobotik geführt haben könnte. Wie in allen Sektoren hat die COVID-19-Pandemie die Reinigungsautomatisierung beschleunigt.
Reinigungsrobotik nimmt im Einzelhandel zu, besonders in großen Supermarktketten wie Walmart in den USA, MAXI in Serbien und ROSSMANN in Deutschland. Dafür gibt es viele Gründe: hohe Kundenerwartungen an Sauberkeit, die Notwendigkeit, das Personal zu entlasten, und spürbare Kosteneinsparungen. In vielen Supermärkten übernehmen Roboter Aufgaben wie Saugen oder Wischen, sodass sich das Personal auf Kundenservice oder Kasse konzentrieren kann. Neben Reinigungsrobotern ist die Möglichkeit einer ständigen Inventur durch Roboter für Filialketten von besonderem Interesse.
Auch die Hotellerie hat sich als wesentliches Einsatzfeld für Reinigungsroboter etabliert, besonders für kleinere, mobile Modelle, die als Microbots bekannt sind. Diese Roboter werden vor allem in Hotelzimmern eingesetzt. Während das Reinigungspersonal das nächste Zimmer vorbereitet, erledigen die Microbots kleinere Aufgaben wie Saugen oder Bodenreinigung. Interessanterweise hat sich gezeigt, dass sowohl Economy- als auch Luxushotels zunehmend auf diese Technologie setzen. Dieser Ansatz wurde bereits erfolgreich in der UK, in Singapur und in Deutschland umgesetzt.

Reinigungsroboter werden auch im Bildungssektor immer verbreiteter, besonders in großen Universitätseinrichtungen mit zahlreichen Korridoren, Hörsälen und Sporthallen. Große Reinigungsroboter sind an Universitäten und Highschools, besonders in den USA, längst ein vertrauter Anblick.
Im Bürosektor sind Reinigungsroboter nicht so verbreitet wie in anderen Bereichen. Doch auch hier könnte Robotik mit großer Wirkung eingesetzt werden. Besonders in großen Bürogebäuden, in denen es eine hohe Personalfluktuation und zahlreiche kleine, mitunter komplexe Reinigungsaufgaben gibt, bieten Reinigungsroboter eine effiziente Lösung. Lehren aus dem Gesundheits- und Hospitality-Sektor lassen sich womöglich übertragen.
Die Gesundheitsbranche zeigt, wie vielseitig Reinigungsroboter sein können. Große Roboter reinigen lange Korridore und weite Flächen in Krankenhäusern und Kliniken, während Microbots kleinere und komplexere Räume präzise reinigen. Diese Mischung aus Robotern bietet Vorteile bei Reinigungseffizienz und Hygiene, da sie eine konstant hohe Reinigungsleistung garantieren, die manuell oft schwer zu erreichen ist. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen helfen sie, die Arbeitslast des Reinigungspersonals zu reduzieren und zugleich Hygienestandards zu erhöhen. Daher ist es nicht überraschend, dass Krankenhausnetzwerke in den USA Vorreiter in der Reinigungsrobotik sind.
Große Reinigungsroboter sind im Bereich der Logistik unerlässlich. Diese Roboter werden benötigt, um die weitläufigen Lagerhallen und Produktionshallen großer Logistikzentren zu reinigen. Unternehmen wie Avidbots, das unter anderem mit DHL kooperiert, setzen auf die Logistikbranche als Wachstumsmarkt. Auch Reinigungsroboter von Unternehmen wie KEMARO, PUDU oder REEMAN können sich in dieser Branche etablieren und eine schnelle, zuverlässige Lösung zur Reinigung großer Flächen bieten.
Der Produktionssektor stellt eine besondere Herausforderung für Reinigungsroboter dar. Die Maschinen müssen robust sein und sich perfekt in bestehende Produktionsprozesse einfügen. Reinigungsroboter dürfen den Produktionsprozess nicht stören, da jede Unterbrechung potenziell teure Ausfallzeiten verursachen kann. Daher wird die Einführung von Reinigungsrobotern hier mit mehr Vorsicht angegangen. Die Roboter müssen flexibel und zuverlässig arbeiten und im besten Fall über standardisierte Protokolle mit anderen Automatisierungssystemen in der Produktion zusammenarbeiten können.
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